Die 1. Ventilatorische Schwelle (VT1) beschreibt jene aerobe Belastungsintensität, ab der es zu einem vermehrten Verbrauch an Kohlenhydraten bei der muskulären Energiegewinnung kommt. Das führt zu einem ersten messbaren Anstieg der Laktatbildung in der Muskulatur und somit zu einer Steigerung der CO2-Abatmung. Die 1. Ventilatorische Schwelle (VT1) wird auch als aerobe Schwelle bezeichnet. Die VT1 kennzeichnet den Übergang vom GA1 Bereich in den GA2 Bereich.
Die 2. Ventilatorische Schwelle (VT2) beschreibt die Belastungsintensität, ab der die laktatbedingte Übersäuerung des Körpers nur noch durch eine weitere deutlich gesteigerte Atemarbeit mit Abatmung von Kohlendioxid (CO2) und eine Erhöhung des Atemminutenvolumens kompensiert werden kann. Ab diesem Punkt gewinnt der Körper seine Energie fast ausschließlich aus den Kohlenhydraten und geht ein Sauerstoffdefizit ein. Die 2. Ventilatorische Schwelle (VT2) ist mit der individuellen anaeroben Schwelle gleichzusetzen.
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